Christoph Eschenbach

Christoph Eschenbach

 

Christoph Eschenbach ist Chefdirigent des National Symphony Orchestra und des John F. Kennedy Center for the Performing Arts in Washington. Als Gastdirigent tritt er mit führenden Orchestern und an bedeutenden Opernhäusern auf der ganzen Welt auf. Von 1999 bis 2002 war er künstlerischer Leiter des Schleswig-Holstein Musik Festival, dem er weiterhin eng verbunden ist und mit dessen Orchester er immer wieder Tourneen unternimmt. Als Pianist ist er regelmäßig als Solist in Klavierkonzerten und in Recitals zu erleben.

 

Zu den Höhepunkten der letzten Saisonen zählten Auftritte mit dem Orchestre de Paris, dem er bis August 2010 als Chefdirigent vorstand, und mit dem National Symphony Orchestra, Tourneen mit dem London Philharmonic Orchestra und der Staatskapelle Dresden, Engagements an der Wiener Staatsoper und der Opéra national de Paris sowie bei den Wiener und Münchner Philharmonikern, dem Israel, New York und Los Angeles Philharmonic Orchestra, dem San Francisco und Boston Symphony Orchestra, dem Chinesischen Philharmonikern und dem NDR Sinfonieorchester, das er von 1998 bis 2004 als Chefdirigent leitete. Als Pianist setzte Eschenbach seine Zusammenarbeit mit dem Bariton Matthias Goerne fort, mit dem er Die schöne Müllerin und Schwanengesang eingespielt hat; die Winterreise wird folgen. Die beiden führten alle drei Liederzyklen Schuberts bei den Salzburger Festspielen 2010 auf. In den vergangenen fünf Jahrzehnten hat Christoph Eschenbach sowohl als Dirigent wie auch als Pianist zahlreiche Aufnahmen für Labels wie Deutsche Grammophon, Sony/BMG, Decca, Ondine, Warner und Koch vorgelegt. Seine Einspielung von Werken der finnischen Komponistin Kaija Saariaho mit dem Orchestre de Paris und Karita Mattila wurde 2009 mit dem MIDEM Classical Award in der Kategorie zeitgenössische Musik ausgezeichnet.


Im Laufe seiner Karriere hat Christoph Eschenbach, der von George Szell und Herbert von Karajan gefördert wurde, u.a. auch Führungspositionen beim Tonhalle-Orchester Zürich (1982–86), beim Houston Symphony Orchestra (1988–1999), beim Ravinia Festival (1994–2003) und beim Philadelphia Orchestra (2003–08) bekleidet. Er erhielt zahlreiche Preise und Ehrungen; er wurde er in die französische Ehrenlegion aufgenommen und mit dem Titel eines Commandeur dans l'Ordre des Arts et des Lettres sowie zweimal mit dem deutschen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Außerdem erhielt er den Leonard Bernstein Award des Pacific Music Festival, dessen künstlerische Leitung er von 1992 bis 1998 mitverantwortete. Christoph Eschenbach trat 1967 erstmals bei den Salzburger Festspielen auf.

Matthias Foremny

Matthias Foremny 

 

Der deutsche Dirigent Matthias Foremny macht gleichermaßen als Konzertdirigent als auch im Opernbereich auf sich aufmerksam. Als Gastdirigent ist Matthias Foremny dem Rundfunksinfonieorchester Berlin und dem Finnish Radio Symphony Orchestra Helsinki verbunden, mit denen er neben der Konzerttätigkeit auch in Rundfunk- und CD-Produktionen zusammenarbeitet.





Konzerte führten ihn zur Staatskapelle Dresden, zum Deutschen Sinfonieorchester Berlin, zum WDR Rundfunksinfonieorchester, zu den Stuttgarter Philharmonikern und zu zahlreichen weiteren Orchestern in Deutschland und Europa. Seit 2004/2005 arbeitet er als ständiger Gast an der Deutschen Oper Berlin (2011/2012 Tosca und Zauberflöte). Im Rahmen der China Tournee der Deutschen Oper Berlin dirigierte er Konzerte in Peking. An der Oper Leipzig ist er als 1. ständiger Gastdirigent ab der Spielzeit 2011 /2012 mit Eugen Onegin, La Boheme, Das schlaue Füchslein (Premiere) und Verdis Macbeth am Pult des Gewandhausorchesters zu erleben. 2011 debütierte Matthias Foremny mit Richard Strauss "Ein Heldenleben" beim NDR-Sinfonieorchester Hamburg und wurde zu weiteren Konzerten im April 2012 eingeladen. 2011/2012 wird er erstmalig bei den Warschauer Philharmonikern, der NDR Radio Philharmonie Hannover und beim Züricher Kammerorchester zu Gast sein. 



 

Während seiner Studienzeit in Detmold und Wien gewann Matthias Foremny, zurzeit Generalmusikdirektor und Operndirektor des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin, den Internationalen Dirigentenwettbewerb „Prager Frühling“. Im Jahr 2000 wurde er als erster Kapellmeister an die Komische Oper Berlin engagiert, wo er neben dem umfangreichen Repertoire die Premieren von Brittens „Turn of the Screw“ (Bayerischer Theaterpreis) und Ligetis „Le grand macabre“ dirigierte, welche internationale Beachtung fand. 



 

Matthias Foremny ist "Preisträger des Dirigentenforums" des Deutschen Musikrats.

Johannes Klumpp

Johannes Klumpp

 

Johannes Klumpp gilt als einer der hoffnungsvollsten Vertreter der Generation junger deutscher Dirigenten. Geboren 1980 in Stuttgart wurde er in Weimar an der Hochschule für Musik Franz Liszt in den Fächern Dirigieren und Viola ausgebildet. Auf vielen Meisterkursen, unter anderen bei Kurt Masur, Gennady Roshdestvensky, Reinhard Goebel, Collin Metters und Michail Jurowski rundete er seine Ausbildung ab. 

2005 wurde Johannes Klumpp in die Förderung durch das Dirigentenforum des Deutschen Musikrats aufgenommen, sein Weg führte ihn bis in die 3. Förderstufe, seit 2010 ist er Mitglied der Künstlerliste „Maestros von morgen“.

2006 erhielt er für „besondere künstlerische Leistungen in Verbindung mit beispielgebender Haltung“ den Weimarer „Franz Liszt-Preis“. Beim Internationalen Dirigentenwettbewerb 2007 in Besancon konnte sich Johannes Klumpp unter 300 Bewerbern bis ins Finale durchsetzen.

 

2008 wurde er mit dem 1. Preis sowie dem Sonderpreis für begleitendes Dirigieren beim „4. Hochschulwettbewerb Dirigieren in memoriam Herbert von Karajan“ ausgezeichnet.

Beim Deutschen Dirigentenpreis wurde er 2011 mit einem Sonderpreis ausgezeichnet.

Seit dem Sommer 2007 ist er Künstlerischer Leiter des Festivalorchesters der Sommermusikakademie Schloss Hundisburg. Von 2009 bis 2011 war Johannes Klumpp 1. Kapellmeister am „Musiktheater im Revier“ Gelsenkirchen und leitete dort Opern von Mozart, Puccini, Britten, Feldman, Humperdinck, Boito und vielen anderen.  

Seine rege Konzerttätigkeit führt Johannes Klumpp vor bedeutende Orchester, unter anderen die Düsseldorfer Symphoniker, das Russian Philharmonic Orchestra, das Konzerthausorchester Berlin, das Rundfunkorchester Köln, die Nordwestdeutsche Philharmonie, das Tiroler Landesorchester Innsbruck, das Stuttgarter Kammerorchester und viele andere.

Garrett Keast

Garrett Keast

 

Die kommenden Monate führen den jungen Dirigenten zu Debüts mit dem Orchestre National Bordeaux Aquitaine, dem Orquestra Sinfónica do Porto Casa da Música (Portugal) und dem Fort Worth Opera Festival. Ferner kehrt er an die Opéra de Paris und mit den Philharmonikern Hamburg zum Hamburg Ballett zurück. Kürzlich assistierte er Christoph Eschenbach bei einer Neuproduktion der "Zauberflöte" an der Wiener Staatsoper, wohin er zusammen mit Eschenbach während der Spielzeit 2014/15 für eine neue Produktion von Idomeneo zurückkehren wird. Im Februar 2014 dirigierte er "Ariadne auf Naxos" an der Virginia Opera.

Garrett Keast studierte bei Christoph Eschenbach beim Houston Symphony Orchestra und begann seine Karriere als Assistenz-Dirigent der New York City Opera. Er setzt sich stark für die Aufführung und Verbreitung neuer Musik ein. Er ist ein begeisterter Lehrer für junge Menschen, der das Publikum für die klassische Musik erweitern möchte, und wird für seine anregenden Programme für das moderne Sinfonieorchester gelobt.

Thomas Sanderling

Thomas Sanderling

 

Thomas Sanderling wuchs in St. Petersburg auf, wo sein Vater Kurt Sanderling Dirigent der St. Petersburger Philharmonie war. Nach Abschluss der Musikschule des Leningrader Konservatoriums studierte er Dirigieren an der Musikhochschule Hanns Eisler in Berlin. Im Alter von 24 Jahren wurde er Musikalischer Leiter des Opernhauses Halle. Schon während dieser Zeit war er häufig Gast bei führenden Orchestern und Opernhäusern wie der Dresdner Staatskapelle und dem Leipziger Gewandhaus. Für seine Dirigate an der Komischen Oper Berlin erhielt er den Berliner Kritikerpreis.



Nachdem Schostakowitsch Konzerte Thomas Sanderlings mit dem Russischen Staatsorchester gehört hatte, bat ihn der Komponist, die deutschen Erstaufführungen seiner 13. Sinfonie sowie der 14. Sinfonie zu dirigieren, an die sich die World premiere recording des letzten Orchesterwerks von Schostakowitsch, die Michelangelo Suite, anschloss. Der Erfolg dieser CD führte dazu, dass Thomas Sanderling Assistent bei Leonard Bernstein und Herbert von Karajan wurde.




Thomas Sanderling blickt auf eine umfangreiche internationale Gastspieltätigkeit zurück. So dirigierte er die renommierten Orchester in Stockholm, Helsinki, Oslo, Wien und London (Philharmonia Orchestra, London Philharmonic, Royal Philharmonic Orchestra), das Liverpool Royal Philharmonic Orchestra, die Tschechische Philharmonie, die Moskauer Philharmonie (Gedenkkonzert für David Oistrach), das Tschaikowski Radio Symphony Orchestra in Moskau und auf Konzertreisen in Deutschland, die Dresdner Philharmonie, die Rundfunk-Sinfonieorchester in Deutschland, England, Italien, den Niederlanden, Russland und Polen sowie die Orchester in Dallas, Baltimore, Pittsburgh, Detroit, Vancouver und Montreal. Eine besonders enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit der St. Petersburger Philharmonie, mit der er regelmäßig konzertiert.



In Japan erhielt Thomas Sanderling zweimal innerhalb von drei Jahren den Grand Prix of the Osaka critics. 1992 wurde er Musikdirektor der Osaka Symphony Orchestra. Dieses Orchester verlieh ihm den Titel Music Director Laureate auf Lebenszeit. Seit 2000 ist Thomas Sanderling Erster Gastdirigent des Novosibirsk Phiharmonia Academic Symphony Orchestra, und seit Januar 2004 hat er diese Position auch beim National Philharmonic Orchestra of Russia inne.




Thomas Sanderling ist außerdem ein geschätzter Operndirigent. Von 1978 bis 1983 war er ständiger Gastdirigent an der Deutschen Staatsoper Berlin. Er dirigierte ein umfangreiches Repertoire, so u. a. Opern von Mozart, Beethoven, Weber, Wagner, Verdi, Smetana, Dvorak, Puccini, Tschaikowsky und Strauss. Er dirigierte weiterhin an der Komischen Oper Berlin, der Deutschen Oper Berlin, der Wiener Staatsoper (Die Zauberflöte sowie Figaros Hochzeit als erste Aufführung nach dem Tode von Karl Böhm), der Bayerischen Staatsoper München, der Oper Frankfurt/Main, der Hamburgischen Staatsoper, am Gran Teatro La Fenice die letzte Ponnelle Produktion der Die Zauberflöte sowie Aufführungen von Don Giovanni an der Königlichen Oper Kopenhagen sowie der Finnischen Nationaloper Helsinki. Jüngst erst leitete er die Wiederaufnahme Lohengrin am Mariinsky Theater (Kirov) in St. Petersburg. Ebenso leitete er die Wiederaufnahmen von Mozarts Die Zauberflöte sowie der Schostakowitsch Oper Lady Macbeth of Mtsensk Region am Moskauer Bolshoi Theater.



 

Thomas Sanderling hat zahlreiche Werke auf CD aufgenommen und dafür höchste internationale Auszeichnungen erhalten. So hat er mit der St. Petersburger Philharmonie die erste Mahler-Aufnahme des Orchesters (Mahler Nr. 6) aufgenommen, die 1998 mit dem Cannes Classical Award ausgezeichnet wurde, mit dem Philharmonia Orchestra London die Brahms-Sinfonien, die Kritikerpreise internationaler Musikmagazine erhielten. Im Januar 2004 folgte die CD-Weltpremiere der Sinfonie Nr. 6 von Karl Weigl, der letzten Sinfonie des Komponisten, mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin beim Label BIS. Bei Naxos sind sämtliche Orchesterwerke von Tanejew erschienen, ebenso ist die CD-Weltpremiere der erst kürzlich entdeckten Schostakowitsch-Oper Orango für dieses Label geplant. 


Anlässlich des Schostakowitsch-Jubiläums erschienen im Mai 2006 bei der Deutschen Grammophon als CD-Weltpremiere mit Thomas Sanderling und bisher noch nicht veröffentlichten Werken von Dmitri Schostakowitsch mit dem Russian Philharmonic Orchestra. Die 2 CDs wurden bereits unmittelbar nach Erscheinen mit höchstem Lob der Fachpresse, so bei Gramophone UK als Editor’s Choice, bedacht. Thomas Sanderlings CD mit den Schostakowitsch Premieren wurde von Classics Today (New York) als einzige Deutsche Grammophon Aufnahme unter die 20 besten CDs des Jahres 2007 gewählt. 
Eine weitere CD mit Schostakowitsch-Premieren (Liveaufnahme eines Konzerts in München mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks) wird 2010 bei ORFEO erscheinen.



Im Rahmen der Schostakowitsch-Ehrungen 2006/2007 leitete Thomas Sanderling auf Einladung von Mariss Jansons ein Konzert des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks München und dirigierte außerdem Konzerte mit dem Philharmonia Orchestra London, dem MDR-Sinfonieorchester Leipzig, dem Konzerthausorchester Berlin, dem Nationaltheater-Orchester Mannheim und den Wiener Symphonikern im Rahmen der Bregenzer Festspiele. Auf Einladung von Irina Schostakowitsch leitete er außerdem Konzerte im Rahmen des Schostakowitsch Festivals in Moskau.


2008 hat Thomas Sanderling mit dem Regisseur Daniele Abbado am Teatro Massimo dessen Bearbeitung des berühmten Eisenstein Films Alexander Newski gemeinsam mit der Prokofjew Kantate Alexander Newski zur Aufführung gebracht.



Im November 2009 dirigierte Thomas Sanderling die Weltpremiere von Mieczyslaw Weinbergs Requiem mit dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, im Januar 2010 folgten Konzerte mit dem Konzerthausorchester Berlin (u. a. mit der Berlin-Premiere von Bartók/Kodaly Fünf Lieder). Des weiteren sind Konzerte mit der St. Petersburg Philharmonie (Beethoven Missa Solemnis), dem Tokyo Philharmonic Orchestra, dem Sydney Symphony Orchestra, dem National Philharmonic Orchestra of Russia in Deutschland sowie Opernaufführungen am Marinskij und Bolshoi Theater geplant.

Im Februar 2012 dirigiert Thomas Sanderling am Opernhaus Göteborg die Premiere der Schostakowitsch Oper „Lady Macbeth von Mtsensk“ (Regie Graham Vick) mit weiteren Vorstellungen bis Mitte April 2012.